Samstag, 10. Juli 2010

fetziges Stop-Motion-Video

Für Internet- und Handy-Fernsehen produzieren

Problematischer als die kleinen Bildschirme ist derzeit das Thema Bandbreiten. Wirkliche DVD-Qualität lässt sich erst ab doppelter DSL-Bandbreite erreichen. Alles darunter bedeutet Qualitätseinbuße:

Eine rasante Kamerafahrt, ein schneller Schwenk – was im echten TV ein willkommener und gelungener Effekt sein kann, wird bei einer langsameren Internetverbindung schnell zu einem verpixelten Bild, das bei dem (Online-)Zuschauer eher den Eindruck hinterlässt, jemand habe sein Handwerk nicht beherrscht.

Bei Handys ist das Problem anders gelagert. Nachdem bewegtes Bild ohnehin erst ab UMTS-Geschwindigkeiten machbar ist, sind das Problem nicht die Bandbreiten, sondern die Größe. Auf wenigen Zentimetern ist deutlich weniger erkennbar als auf einem Schirm mit über 100 cm Diagonale.

Bildsprache ruhiger machen. Das ist die wesentliche Voraussetzung für PC- und Handy-Fernsehen. Sie muss wieder, entgegen den Trends der letzten Jahre, langsamer werden, gemäßigter, mehr mit der Totalen als mit Details arbeiten. Denn raffinierte Details, schnelle Fahrten und Schwenks auf 7-cm-Diagonalen sind vergebliche Liebesmüh. Gefordert ist also: eine ruhige Bildsprache.

Der Text wird wichtiger. Für ein neues, komprimiertes Fernsehen muss man also einige Dinge in Frage stellen. Dass ein Beitrag als Ganzes wirken soll (also Bild, Text und Ton als Einheit), dass auch Bilder für sich allein Wirkung und Atmosphäre erzielen sollen, gilt nur sehr eingeschränkt. Der Beitrag soll weiter eine Einheit bleiben, aber die Gewichtungen müssen anders sein.

Auch die Regeln fürs Texten müssen deshalb neu überlegt werden. Wenn ein Bild und dessen Aussage nur schwer erkennbar sind, dann sollte man dem Zuseher unterschwellig sagen, was er da gerade sieht. Keine Spielereien, keine Drehungen und Wendungen – schnell zum Punkt kommen, mit einer klaren, unmissverständlichen Aussage.
Quelle: Christian Jakubetz, in Schulte/Buchholz, Fernseh-Journalismus

Bildaufbau

Ein Auszug aus dem Lehrbuch "Fernsehjournalismus" von Roland Freyberger:

Für Dialogszenen, in denen jeweils eine Kamera einen Gesprächspartner filmt, gilt es vier wichtige Regeln zu beachten:
  1. Gleiche Seite: Beide Kameras sollten unbedingt auf der gleichen Seite der Dialogpartner stehen. Andernfalls kommt es zum sog. Achsensprung, der für den Zuschauer optisch nicht nachvollziehbar ist.
  2. Gleicher Winkel: Beide Kameras sollten den gleichen Winkel zur Dialogachse haben. Nur so wird ein enger, persönlicher Kontakt zwischen den Dialogpartnern hergestellt. Unterschiedliche Blickwinkel lassen vermuten, dass die Personen aneinander vorbeisehen /vorbeisprechen.
  3. Gleiche Größe: Beide Gesprächspartner sollten die gleiche Fläche innerhalb des Bildes ausfüllen.
  4. Gleiche Perspektive: Nur wenn die Personen auch aus der gleichen Perspektive gefilmt werden, kann ein unauffälliger Bildwechsel stattfinden, der den Gesprächsfluss nicht stört, oder zu optischen Unebenheiten führt.

Fazit: Den technischen Möglichkeiten der Kameratechnik sind nichttechnische Grenzen durch den Zuschauer gesetzt. Es gilt: Weniger ist mehr!

Podcast/Videocast bei Tagesschau.de

Die ARD stellt auf ihrer Nachrichtenseite Tagesschau.de alle Nachrichtensendungen (Tagesschau, Tagesthemen, Nachtmagazin, Bericht aus Berlin, Wochenspiegel und Deppendorfs Woche) sowohl als Audiopodcast, als auch als Videocast in verschiedenen Auflösungen/Größen. Audio- und Videocast sind dabei identisch. Zusätzlich gibt es die wichtigsten Nachrichten in einer speziellen 100 Sekunden-Version.
Die Tagesschau verlinkt direkt zu den Downloads und auch zu dem Podcast-Client iTunes. Auf der Seite der Tagesschau selbst, kann man auch direkt zu den einzelnen Themen der Nachrichten klicken.

Grundlagen der Bildgestaltung

Einstellungsgrößen - Tiefenschärfe - Perspektive


Die Einstellungsgröße beschäftigt sich mit „Was zeigt die Kamera?“ und „Wie groß ist die Entfernung zwischen Kamera und Objekt?“

Wichtige Einstellungen im Überblick: Totale, Halbtotale, Halbnah, nah, Groß, ganz groß und Detail

Bei der Tiefenschärfe geht es darum, wie weit die Schärfe reicht. Je weiter die Blende geöffnet ist, desto

geringer ist die Schärfentiefe. Auch die Brennwite des Objektivs hat Einwirkungen auf die Schärfentiefe. Je kürzer die Brennweite, desto größer die Tiefenschärfe. Bei der Weitwinkel-Aufnahme wird nicht nur due Schärfentiefe größer, auch der Zusammenhang der Bildelemente ändert sich.


Bei der Auswahl der Perspektive bleiben der Bildausschnitt und die Position der Kamera gleich, lediglich die Höhe der Kamera ändert sich. Daraus ergeben sich: Unterschiedliche Perspektiven mit unterschiedlicher Wirkung.


Zum Artikel

Ehrensenf - Fernsehen


Die Internetfernsehshow "Ehrensenf" wurde 2005 gegründet und sendet täglich von Montag bis Freitag. Die Shows sind nur im Internet abrufbar. Dort kann man sich allerdings alle Shows anschauen, wann immer man möchte.

Eine Moderatorin, zurzeit Jeannine oder Christine, führt auf lockere und witzige Art durch die 4-5 minütigen Sendungen. Vorgestellt werden interessante Internetseiten, Videolinks für Zwischendurch oder auch Absurdes und Unglaubliches. Alle gezeigten Internetseiten können über separate Links aufgerufen werden.

Die bekannteste Moderatorin von Ehrensenf ist Katrin Bauerfeind. Sie moderierte die Show von 2005 bis 2007. Heute ist Katrin Bauerfeind auch häufig im TV zu sehen. Sie moderiert auf 3sat die Serie "Bauerfeind", die ein ähnliches Format wie Ehrensenf darstellt.

Ehrensenf wurde bekannt, als Spiegel Online die Seite bis 2008 verlinkt hatte. Täglich schauen sich etwa 30.000 Internetnutzer die Show an.

Zur Show Ehrensenf

Freitag, 9. Juli 2010

IVW - Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern e.V.

Über die IVW:

  • ermittelt und prüft neutral und objektiv die Verbreitung von Werbeträgern
  • liefert zuverlässige Daten für Verbraucher, professionelle Werbungtreibende
  • kontrolliert Medienanbieter, Werbungtreibende und Werbeagenturen
  • staatlich unabhängige, nicht kommerzielle und neutrale Prüfinstitution
  • 1949 als Tochterorganisation des Zentralverbandes der deutschen Werbewirtschaft (ZAW) gegründet und 1955 als eingetragener Verein rechtlich verselbstständigt
  • Die Arbeitsergebnisse der IVW werden allgemein zugänglich veröffentlicht.

Was kontrolliert die IVW:

  • Die IVW ermittelt, publiziert und kontrolliert die Auflagenhöhe von Zeitungen, Zeitschriften und weiteren periodisch erscheinenden Presseerzeugnissen. Bei der Tagespresse und den Fachzeitschriften erhebt sie zudem auch deren geografische Verbreitung.
  • Im Bereich der Online-Medien stellt die IVW die Gesamtanzahl der Seitenabrufe und der einzelnen zusammenhängenden Nutzungsvorgänge von Web-Angeboten fest.
  • Für die Kinowerbung kontrolliert die IVW die korrekte Einschaltung der Werbefilme. Darüber hinaus ermittelt die IVW die Jahresbesucherzahlen der deutschen Filmtheater.
  • Schließlich werden auch für das Sponsoring von Sport-, Kultur- und sonstiger Veranstaltungen von der Prüfgemeinschaft die Anzahl von Eintrittskarten und Besuchern festgestellt.
  • Neben der Erhebung standardisierter Kennziffern zur Werbeträgerleistung von Medienangeboten erstreckt sich die Kontrolltätigkeit der IVW in einzelnen Mediengattungen auch auf die korrekte Ausführung von Werbeaufträgen.
  • So überprüft die IVW im Rahmen ihrer Funkmedien-Kontrolle zu ausgewählten Sendetagen die termingerechte und störungsfreie Ausstrahlung von Hörfunk- und Fernsehspots.
  • Außerdem stehen die Kontrollverfahren zur ordnungsgemäßen Aufführung von Werbefilmen in Kinosälen und zu der Qualitätssicherung in der Außenwerbung unter der Aufsicht der IVW.

Die IVW veröffentlich jeden Monat eine Bilanz der Online-Nutzungsdaten. Seit November 2009 werden die Daten neu ausgewiesen.

Auf der ersten Ebene werden die ermittelten Visits (Besuche - Summe der einzelnen zusammenhängenden Nutzungsvorgänge) dargestellt. "Für ein Ranking der Angebote nach ihrer Gesamtnutzung sind die Visits die verlässliche Größe. ..." erläutert Dr. Kai Kuhlmann, Bereichsleiter für Online-Medien bei der IVW.

Die Messgröße PageImpressions rückt dadurch auf die 2. Ebene der Ausweisung. Dabei wird die Gesamtanzahl der PageImpressions und weitere 7 Hauptkategorien gargestellt.

Ebenso gibt es sogenannte Kategorie-Visits. Diese Daten geben Auskunft darüber, wieviele einzelne Besucher für bestimmte abgegrenzte Bereiche eines Angebots zu verzeichnen waren. Dadurch wird eine noch größere Transparenz geschaffen.

Die einzelnen Kategorien sind:

  • Redaktioneller Content
  • User generierter Content
  • E-Commerce
  • Kommunikation
  • Suchmaschinen
  • Verzeichnisse
  • Auskunftsdienste
  • Spiele
  • Diverses

MetaGer


MetaGer ist eine deutsche Metasuchmaschine im Internet, die von der Universität Hannover als Dienst des Regionalen Rechenzentrums für Niedersachsen betrieben wird. Suchworte werden gleichzeitig in mehreren, vom Benutzer selbst zu wählenden Suchmaschinen gesucht und das Ergebnis wird aufbereitet präsentiert.

Der Suchmaschine ist das Tool Assoziator angeschlossen, das auf heuristischer Basis semantisch zusammenhängende Wörter zum eingegebenen Begriff liefert. Gibt man ein Suchwort ein, das dem zu untersuchenden Fachgebiet nahe kommt, wird versucht, typische Fachausdrücke dieses Gebietes aus dem Internet zu extrahieren, mit denen man dann nötigenfalls weitersuchen kann.

Seit Mitte 2005 steht die Nachfolgeversion von MetaGer unter dem Namen Metager2 zur Verfügung.

Die Betreiber von MetaGer geben an, keinerlei personenbezogene Daten zu speichern, einschließlich Session-Cookies oder IP-Adressen :
„Nach unseren Erfahrungen kommt der Betrieb von Suchmaschinen sehr gut ohne Speicherung von IP-Adressen aus.“
Die IP-Adressen werden dabei anonymisiert.

Hommingberger Gepardenforelle



2005 rief die Computer Zeitschrift c’t einen Wettbewerb zur Internetsuche aus. Wer schafft es, einen nichtexistenten Begriff - die Hommingberger Gepardenforelle – von der Suchmaschine erstens anzeigen zu lassen, und zweitens im Ranking an oberster Stelle zu positionieren. Ausgangslage: Der Begriff wurde von den Suchmaschinen nicht gefunden.
Zu diesem Begriff wurden diverse Websites programmiert und fortlaufend aktualisiert, daraufhin wurden verschiede Strategien zur Suchmaschineoptimierung angewandt. Die meisten Teilnehmer versuchten eine Optimierung über externe Links und Backlinks, viele nutzten bereits etablierte Websites, oder stellten Züchtungserfolge, Bilder, Videos und Webcam-Vorrichtungen online. Die gängigen Strategien. Nach bereits 48 Stunden wurden Ergebnisse zum Begriff angezeigt, nach einem halben Jahr 3,8 Millionen Treffer von Google erzielt. Es stellte sich jedoch heraus, dass auch ein interessanter Inhalt wohl ebenfalls sehr wichtig für die Suchmaschinenpositionierung ist, der in diesem Fall nicht gegeben werden konnte. Durch die hohe mediale Aufmerksamkeit zahlten manche Wettbewerbsteilnehmer sogar für Google-Anzeigen und Backlinks. Am Google-Ergebnis kann man sehen, dass die Site mit der URL hommingberger-gepardenforelle.de am erfolgreichsten war, was auf die Wichtigkeit der URL hinweist.

Durch dieses Experiment wurden zwar lustige und originelle Artikel verfasst, Fotomontagen zur Hommingberger-Gepardenforelle erstellt und viele Leute unterhalten, doch das Geheimnis des Suchmaschinenalgorithmus wurde dadurch nicht gelüftet.

zum Wikipedia-Eintrag

Google Trends - die moderne Kristallkugel?!


Google Trends analysiert in welchem Verhältnis ein Suchbegriff verglichen mit allen Suchanfragen eingegeben wurde. Mit Google Trends kann man das Interesse an bestimmten Themen bzw. Suchbegriffen über einen Zeitraum grafisch anzeigen lassen. Es lassen sich auch bis zu 5 Themen miteinander zu vergleichen. Google Trends zeigt auch, wie häufig die Themen bei Google News erschienen sind, und in welchen geographischen Regionen danach gesucht wurde.

Außerdem kann man bei den Hot Searches sehen, welche Top-Themen gerade in den USA gesucht werden. Hot Searches werden stündlich aktualisiert. In den Hot Topics sieht man eine Momentaufnahme der Themen, über die die Menschen gerade in den sozialen Netzwerken wie Twitter, FriendFeed etc. reden.

Mit Google Trends konnten schon einige Entwicklungen „vorhergesagt“ werden, beispielsweise der Sieg von Lena beim Eurovision Song Contest. Zukünftig könnte man so also auch den Erfolg neuer Produkte prognostizieren oder auch die Ergebnisse der nächsten Bundestagswahl ablesen. Wenn Google zukünftig diese Prognosen noch feinjustieren würde, könnten auch die Wahlumfragen der Meinungsforschungsinstitute verbessert werden.

Zu Google Trends

Die ARD/ZDF-Onlinestudie


Seit 1997 beschäftigt sich die ARD/ZDF-Onlinestudie mit der Entwicklung der Internetnutzung und dem Umgang mit den Onlineangeboten in Deutschland. Die Ergebnisse werden in der August-Ausgabe (und dem Onlineauftritt)der Fachzeitschrift Media Perspektiven veröffentlicht. Die Studie erfolgt im Auftrag der ARD/ZDF Medienkommission. Daran beteiligt sind:

  • Bayerischer Rundfunk (BR)
  • Hessischer Rundfunk (HR)
  • Rundfunk Berlin Brandenburg (rbb)
  • Südwestrundfunk (SWR)
  • Zweites Deutsches Fernsehen (ZDF)


Die Internet-Facts 2009:
  • Der Anteil der Internetnutzer in Deutschland ist auf 67,1 Prozent (2008: 65,8 Prozent) angestiegen. 43,5 Millionen der bundesdeutschen Erwachsenen sind online.
  • Die Nachfrage nach multimedialen Inhalten auf 62% (2008: 55%) steigt. Mediatheken, zeitversetztes Fernsehen, Podcasts und Audiofiles sind beliebter denn je.

Weiterführende Links:

Google Page Rank

Der PageRank-Algorithmus ist eine spezielle Methode, die Linkpopularität einer Seite bzw. eines Dokumentes festzulegen.

Das Grundprinzip lautet: Je mehr Links auf eine Seite verweisen, umso höher ist das Gewicht dieser Seite. Das Ziel des Verfahrens ist es, die Links dem Gewicht entsprechend zu sortieren, um so eine Ergebnisreihenfolge bei einer Suchabfrage herzustellen.

Das Prinzip des PageRank-Algorithmus ist, dass jede Seite ein Gewicht (PageRank) besitzt, das umso größer ist, je mehr Seiten (mit möglichst hohem eigenem Gewicht) auf diese Seite verweisen.


Informationen über den PageRank lassen sich aus der Google Toolbar und dem Google-Verzeichnis entnehmen.


Zu Wikipedia PageRank

Das Internet - Manifest

Das Internet verpflichtet die Medien zu einem (neuen) Qualitätsjournalismus und einem Dialog mit den Nutzern, wie er bisher in diesem Maße nicht nötig war.

Internet-Zugangssperren gleich welcher Form gefährden den freien Austausch von Informationen und beschädigen das grundlegende Recht auf selbstbestimmte Informiertheit.

Die Beteiligungsmöglichkeiten der Öffentlichkeit fördern den politischen Diskurs. Insbesondere auch, weil sich jeder so gut informieren kann wie nie zuvor, unabhängig von den wenigen Institutionen, die bisher die Informationen ordneten und anboten.

Quelle: http://www.internet-manifest.de/

Das Internet ist längst kein neues Medium mehr

Das Online-Medium der Zukunft wird grafischer sein und mit neuen Navigationsmöglichkeiten ausgestattet sein. Weniger Text, finanziert durch Werbung und Paid Content, TV verbunden mit Internet. So der Gründer von Blinxx auf den Münchner Medientagen.
Wenn man bedenkt, dass in den USA 78% während des Fernsehschauens im Internet surfen, um Hintergrundinformationen zum Programm zu bekommen, ist eine derartige Verknüpfung der nächste Schritt. Die Bedeutung von Bewegtbildern wird immer größer, wohingegen jene von reinen Artikeln abnimmt. „Convenience“ ist das Schlüsselwort zum Zukunftsmedium, und mehr Interaktivität für den User. Das neue Geschäftsmodell sieht Achim Berg, Chef von Microsoft Deutschland im Paid Content, was er jedoch nicht als Problem sieht. Seiner Meinung nach sind die User bereit, für Premium-Inhalte zu bezahlen. Das Problem Google solle man sich dramatisieren und die klassischen Medien sollen sich nicht mehr gegen das Internet wehren. SZ-Chef Jakobs und Zeit-Online Chefredakteur Wolf kritisieren jedoch die Gatekeeper-Funktion von Google.
Es wird einen gesellschaftlichen Umbruch durch das Internet geben. Der Graben der Digital-Natives und den Digital-Immigrants muss überwunden werden. Aus Angst und Unkenntnis sperren sich noch viele Menschen gegen das Internet. Die Diskussionsteilnehmer sind seich einig, dass es Aufgabe der Unternehmen ist, diese zwei Generationen zusammenzubringen.

Artikel zu Münchner Medientagen

Wachstum der Social Networks stagniert

Die Bedeutung von sozialen Netzwerken im deutschsprachigen Internet ist in den vergangenen Jahren kontinuierlich gestiegen und hat offenbar einen Sättigungspunkt erreicht. Im Vergleich zum Herbst 2009 konnten sich die Nutzeranteile nicht steigern. Das zeigen die Ergebnisse des W3B-Report »Nutzer von Social Networks: Zielgruppen für Marketing und Vertrieb«, wie Fittkau & Maaß Consulting in ihrer Pressemitteilung bekanntgaben.

Insgesamt besuchen heute 62% der Onliner Social Networks; der Anteil der regelmäßigen Besucher (Nutzung mindestens einmal pro Woche) stagniert bei 35%. Und längst nicht jeder regelmäßige Network-Besucher ist auch tatsächlich aktiv. Zum Kreis dieser aktiven Social Networker zählen lediglich 40% der regelmäßigen Network-Besucher. Der größere Teil (55%) verhält sich nach eigenen Angaben vorwiegend passiv bzw. beobachtend.
Hochgerechnet auf die Gesamtnutzerschaft bedeuten diese Daten: Nur 14% aller Internet-Nutzer sind aktiv kommunizierende, gestaltende Social Networker. Den größten Anteil aktiver Nutzer hat übrigens die myspace-Community mit 56%. Die VZ-Netzwerke und facebook haben immerhin noch 40-45% aktive Mitglieder.

Die Zukunft von Social Media

2010 beginne die „Ära des sozialen Kontextes“. Netzwerke sind ab sofort in der Lage die Vorlieben ihrer Nutzer zu erkennen. Internetnutzer werden eine Online-Identität besitzen, die sie von Netzwerk zu Netzwerk mitnehmen.


Bisweilen existieren Netzwerke nebeneinander und stehen in keinem Zusammenhang zueinander. Nutzer haben getrennte Identitäten - in jedem sozialen Netzwerk haben sie andere Freunde, Favoriten und Präferenzen.


In Zukunft, sagen die Marktforscher von Forrester, werden die Identitäten aus unterschiedlichen Netzwerken zu einer einzigen und mobilen Identität verschmelzen.


Das ganze Web werde sich in diese Richtung verändern – von separaten sozialen Seiten hin zu geteilter sozialer Erfahrung. Diese Entwicklung verleiht dem Verbraucher und seinen Communities Macht. Marketing und Industrie beobachten diese Entwicklung, da Konsumentscheidungen vermehrt durch Freunde im Netz beeinflusst werden.

Der „Ära der sozialen Funktionalität“ wird die „Ära der sozialen Kolonisation“ folgen. Internetnutzer werden von Netzwerk zu Netzwerk springen können und dort Kolonien bilden. Der entscheidende Faktor hierbei wird sein, ob es möglich sein wird seine digitale Identität mit zu nehmen.

Empfehlungs- und Kommentarplattformen wie Qype werden das Wissen der Masse, die kollektive Intelligenz bündeln. Die Erfahrung der Masse wird die des einzelnen überlagern.

Zum Artikel

Neue Wege für das Marketing


Crossmedia-Marketing


(eine Zusammenfassung des BITKOM-Berichtes: Cross Media Marketing)


Konsumenten entwickeln sich zunehmend zu Mediankanalwechslern. Sie springen zwischen Online- und Offlinemedien hin und her. Crossmedia-Marketing vernetzt unterschiedliche Werbeträger kreativ, inhaltlich, gestalterisch und zeitlich. Es verwebt drei Welten miteinander: Print für den Geist, Fernsehen und Radio für das Gefühl und Online für die Interaktion.


Crossmedia-Marketing wird eingesetzt, um:

  • neue Zielgruppen zu erreichen
  • neue Kunden zu gewinnen
  • bestehende Kunden dauerhaft zu binden
  • Umsätze zu generieren
  • die Markenbildung zu stärken
  • den Werbedruck durch Mehrfachkontakte zu verstärken
  • die Werbeerinnerung zu erhöhen


Crossmedia Marketing benötigt mindestens zwei Medienformen. Crossmediale Effekte treten besonders ein, wenn ein reichweitenstarker Werbekanal mit einem interaktiven Responsekanal verknüpft wird. Es nützt in diesem Fall also die aufwendigste Offlinekampagne nichts, wenn Konsumenten online keine Ergebnisse zu ihrer anschließenden Suche bekommen. Der Werbekontakt, der in einem Medium erzielt wird, wird in einem anderen Medium fortgeführt und vertieft. Durch die Vernetzung der Medien wird eine maximale Aufmerksamkeit und erhöhte Werbewirksamkeit erreicht. Crossmedia-Marketing bietet die ideale Kombination von Kostenoptimierung und Reichweitenmaximierung.


Um den Nutzer zielgerichtet über die verschiedenen Medien zu führen, muss eine Verknüpfung der verschiedenen Kommunikationskanäle (offline und online) im Sinne eines durchgängigen Leitfadens erfolgen: Aktive Nutzerführung, Prüfung der Medien- und Zielgruppeneignung, Verwendung von einheitlichen Slogans und Leitmotiven, Vernetzung, Zeitliche Begrenzung der Aktionen, Erfolgskontrolle.

Medienvergleich: Twitter, Blogs und YouTube ticken anders



Twitter mag Technik, YouTube Lustiges und Blogs Meinungen. News auf Social Media haben eine kurze Haltbarkeit – und schwappen selten in die klassischen Medien.
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Social Media setzen andere Schwerpunkte als die traditionellen Zeitungen. YouTube brachte am meisten Ausland-Themen und erstaunlich viel Politik. Hier entscheidet weniger der Newsgehalt als vielmehr die Kraft der bewegten Bilder.
Wenn News in Social Media aufgenommen werden, dann in den ersten Stunden nach deren Veröffentlichung. Nur fünf Prozent der Twitter-News blieben während zwei Wochen in den Top-Meldungen - gegenüber 13 Prozent bei Blogs und 9 Prozent auf YouTube. Ganz anders spielt der klassische Medienraum: Die Hälfte der fünf wichtigsten Geschichten einer Woche schafften es auch nächste Woche in die meist erwähnten.
Im Gegenzug bauen Blogs stark auf die traditionellen Medien. Über 99 Prozent der in Blogs verlinkten News kamen aus führenden Zeitungen oder TV-Sendern. Bei Twitter bezogen sich die Hälfte aller Top-Nachrichten auf klassische Medien.

Blogs und Twitter sind die wichtigsten Online-Multiplikatoren für die Online-Präsenz der klassischen Medien.


Quelle: NZZ Online

Donnerstag, 1. Juli 2010

Multimedia: Worum es hier geht

Wie gestalte ich multimediale Inhalte? Vor allem: mit welchem Ziel? Wie ergänzen sich klassische Medien und Social Media? Wozu bloggen, twittern und Videos auf Youtube einstellen? Was hat das Ganze mit Suchmaschinen-Optimierung (SEO) zu tun? Mehr dazu in den Seminarunterlagen.

Dies ist das Blog zur Lehrveranstaltung "Multimediales Gestalten" im Rahmen des Studiengangs Crossmedia Publishing an der Leipzig School of Media im Juli 2010.

Impressum

V.i.S.d.M.: Gabriele Hooffacker, Stiftung Journalistenakademie Dr. Hooffacker GmbH & Co. KG
Hausanschrift: Arnulfstraße 111-113, 80634 München,
Postanschrift: Postfach 190418, 80604 München,
Tel. (089) 167 51 06 Fax: (089) 13 14 06
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