Freitag, 9. Juli 2010

Das Internet ist längst kein neues Medium mehr

Das Online-Medium der Zukunft wird grafischer sein und mit neuen Navigationsmöglichkeiten ausgestattet sein. Weniger Text, finanziert durch Werbung und Paid Content, TV verbunden mit Internet. So der Gründer von Blinxx auf den Münchner Medientagen.
Wenn man bedenkt, dass in den USA 78% während des Fernsehschauens im Internet surfen, um Hintergrundinformationen zum Programm zu bekommen, ist eine derartige Verknüpfung der nächste Schritt. Die Bedeutung von Bewegtbildern wird immer größer, wohingegen jene von reinen Artikeln abnimmt. „Convenience“ ist das Schlüsselwort zum Zukunftsmedium, und mehr Interaktivität für den User. Das neue Geschäftsmodell sieht Achim Berg, Chef von Microsoft Deutschland im Paid Content, was er jedoch nicht als Problem sieht. Seiner Meinung nach sind die User bereit, für Premium-Inhalte zu bezahlen. Das Problem Google solle man sich dramatisieren und die klassischen Medien sollen sich nicht mehr gegen das Internet wehren. SZ-Chef Jakobs und Zeit-Online Chefredakteur Wolf kritisieren jedoch die Gatekeeper-Funktion von Google.
Es wird einen gesellschaftlichen Umbruch durch das Internet geben. Der Graben der Digital-Natives und den Digital-Immigrants muss überwunden werden. Aus Angst und Unkenntnis sperren sich noch viele Menschen gegen das Internet. Die Diskussionsteilnehmer sind seich einig, dass es Aufgabe der Unternehmen ist, diese zwei Generationen zusammenzubringen.

Artikel zu Münchner Medientagen

1 Kommentar:

  1. Das Problem Google solle man "nicht" problematisieren ... muss es heißen, oder?

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