Freitag, 9. Juli 2010

Hommingberger Gepardenforelle



2005 rief die Computer Zeitschrift c’t einen Wettbewerb zur Internetsuche aus. Wer schafft es, einen nichtexistenten Begriff - die Hommingberger Gepardenforelle – von der Suchmaschine erstens anzeigen zu lassen, und zweitens im Ranking an oberster Stelle zu positionieren. Ausgangslage: Der Begriff wurde von den Suchmaschinen nicht gefunden.
Zu diesem Begriff wurden diverse Websites programmiert und fortlaufend aktualisiert, daraufhin wurden verschiede Strategien zur Suchmaschineoptimierung angewandt. Die meisten Teilnehmer versuchten eine Optimierung über externe Links und Backlinks, viele nutzten bereits etablierte Websites, oder stellten Züchtungserfolge, Bilder, Videos und Webcam-Vorrichtungen online. Die gängigen Strategien. Nach bereits 48 Stunden wurden Ergebnisse zum Begriff angezeigt, nach einem halben Jahr 3,8 Millionen Treffer von Google erzielt. Es stellte sich jedoch heraus, dass auch ein interessanter Inhalt wohl ebenfalls sehr wichtig für die Suchmaschinenpositionierung ist, der in diesem Fall nicht gegeben werden konnte. Durch die hohe mediale Aufmerksamkeit zahlten manche Wettbewerbsteilnehmer sogar für Google-Anzeigen und Backlinks. Am Google-Ergebnis kann man sehen, dass die Site mit der URL hommingberger-gepardenforelle.de am erfolgreichsten war, was auf die Wichtigkeit der URL hinweist.

Durch dieses Experiment wurden zwar lustige und originelle Artikel verfasst, Fotomontagen zur Hommingberger-Gepardenforelle erstellt und viele Leute unterhalten, doch das Geheimnis des Suchmaschinenalgorithmus wurde dadurch nicht gelüftet.

zum Wikipedia-Eintrag

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